Mittelhessische „IdS“ – Stützpunktvereine treffen sich in der Sportstadt Marburg

23.04.2013

Im Vorfeld der Marburger Vereinsmesse, die am 13.04.2013 mit dem Themenschwerpunkt „Vereine, Ehrenamt, Integration“ in der Stadthalle stattfand, trafen sich Vertreter und Vertreterinnen der mittelhessischen IdS-Stützpunktvereine am 11.04.2013 zu ihrem jährlichen Arbeitstreffen in den Räumlichkeiten des Fachdienstes Sport im Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg.

Vertreter und Vertreterinnen mittelhessischer IdS-Stützpunktvereine mit Landeskoordinator Frank Eser (r.) und Regionalkoordinatorin Brigitte Hermann (8.v.r.) [Quelle: SJH]

Der Einladung waren Vertreter und Vertreterinnen von 13 der insgesamt 17 mittelhessischen Sportvereine aus den Sportkreisen Gießen, Wetzlar und Marburg-Biedenkopf, dem Landkreis Gießen sowie dem Lahn-Dill Kreis gefolgt.

Nach den Begrüßungsworten der gastgebenden Fachdienstleiterin Sport des Sportamtes Marburg, Kirsten Fründt, die ganz besonders das Engagement der fünf im Sportkreis Marburg-Biedenkopf vertretenen Stützpunktvereine hervorhob und des Sportkreisvorsitzenden Jürgen Hertlein, eröffnete Frank Eser, Landeskoordinator des Programms „Integration durch Sport“ das Treffen mit einem kurzen Rückblick und den neuesten Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene.

Zukünftige Schwerpunkte der Programmarbeit sind neben der besonderen Förderung von Mädchen- und Frauensportangeboten die Vereinsberatung sowie die interkulturelle Öffnung der Sportvereine ebenso wie die Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen in der Vereinsarbeit nicht nur an der Basis, sondern auch bei Vorständen, in Sportkreisen und Fachverbänden.

Die Mitarbeiter des Programms „Integration durch Sport“  bieten in diesem Bereich Fortbildungen an und laden alle Beteiligten ein, sich in speziellen „Sport Interkulturell Fortbildungen“ weiter zu qualifizieren.

Der zuständige Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Norbert Kern, lobte auch in diesem Jahr wieder die vielfältigen positiven Entwicklungen auf Seiten des Gesamtprogramms sowie auf den Vereinsebenen.

Er verwies auf die Notwendigkeit der Vernetzung aller Beteiligten (IdS, Vereine, Schulen, Kommunen, Migrantenorganisationen, Sprachkursträger etc.) und verwies auf die daraus resultierenden Möglichkeiten der gegenseitigen Ressourcennutzung.

Mit seinem besonderen Anliegen, der Intensivierung von Weiterbildung aller Beteiligten im Bereich der interkulturellen Öffnung und interkultureller Kompetenzerweiterung im Integrationsprozess unterstützte er das Anliegen des Landeskoordinators zur regen Teilnahme an den angebotenen Fortbildungen „Sport Interkulturell“, was auch ein Anliegen des BAMF ist.

Wie Vielfalt die Integrationsprozesse in der Sportlandschaft bereichern können, wurde in der sich anschließenden Vorstellungsrunde der Vereinsprojekte im Bereich „Integration durch Sport“ deutlich.

Jeder Verein, ob groß oder klein, leistet mit seinen unterschiedlichen Vereinsangeboten und/oder Integrationsprojekten nach seinem Vermögen nicht nur wertvolle Integrationsarbeit sondern damit auch umfangreiche Sozialarbeit.

Die Angebotspalette der IdS-Stützpunktvereine, die besonders die Zielgruppe des Programms „IdS“ ansprechen soll, umfasst neben den traditionellen Sportangeboten z.B. auch Projekte wie Frauenschwimm- und Frauengymnastikkurse für muslimische Frauen, Parkour, die Trendsportart ganz besonders für männliche Jugendliche, Hip Hop, Cheerleading, Tanzen und v.a.m.. Über diese Angebote wird versucht, die Zielgruppe für eine bewegungsorientierte Freizeitgestaltung und für die Vereinsangebote zu motivieren.

Von der Regionalkoordinatorin, Brigitte Hermann, wurde ein in 2013 neu dazugewonnener Stützpunktverein ganz besonders begrüßt. Die MSG Pohlheim will mit ihrem Integrationssportangebot „Mädchenfußball“ ganz besonders aramäische Mädchen für den Vereinssport gewinnen.

Übereinstimmung herrschte bei allen Anwesenden, dass Integrationsprozesse auch im Sport nicht nur von alleine stattfinden, sie müssen angestoßen, begleitet und betreut werden.

Rückschläge in den Bemühungen hinnehmen, manchmal für das Anliegen belächelt werden, viel Ausprobieren, mit Problemen und Konflikten umgehen gehört zum Vereinsalltag.

Aber sich gegenseitig respektieren, aufeinander zugehen, konstruktiv und offen miteinander umgehen, können zu einer gelingenden Integration für alle Beteiligten im Sport führen.

Mit dem Hinweis der Regionalkoordinatorin, dass auch in 2013 die Möglichkeit besteht, Jugendliche (bis 27 Jahre) mit Migrationshintergrund oder Menschen mit besonderem Förderbedarf, die Interesse an ehrenamtlicher Arbeit im Sport haben, eine Erstausbildung im Sport mit bis zu 80 % zu bezuschussen, endete der formelle Teil des Arbeitstreffens.

Von dem Landeskoordinator und der Regionalkoordinatorin wurden die anwesenden Vereinsvertreter und –vertreterinnen abschließend für ihr Engagement im Bereich „Integration durch Sport“ mit der Übergabe der Förderbescheide 2012, einem Stützpunktschild sowie T-Shirts geehrt.

Dies waren aus dem Sportkreis Marbug-Biedenkopf der TSV Marburg Ockershausen, der TTV Richtsberg, der  FC Waldtal und der VfL Neustadt.

Aus dem Sportkreis Gießen waren Vertreter und Vertreterinnen der Stützpunktvereine MSG Pohlheim,  TSG Blau-Gold Gießen, des TV Lich und der SV Staufenberg anwesend.

Aus den Sportkreisen Wetzlar und Dillenburg stellten die Vertreter und Vertreterinnen vom TV Aßlar, vom TV Jahn Hermannstein, von FunTastic Sports Wetzlar, der TSG Niedergirmes,  sowie vom TV Dillenburg ihre erfolgreichen Integrationsprojekte vor.

Auteur : Brigitte Herrmann