Projektdokumentation
Über das Netzwerkprojekt (Projektphase 2008-2011)
Mit der Annäherung an das Thema „Migrantinnen in den Sport“ eröffnen sich für den organisierten Sport Fragen: Migrantinnen – wer ist damit eigentlich gemeint? Wie finden Migrantinnen am besten zu einem gesunden und aktiven Lebensstil? Welche Rolle spielen ihre Religion und Kultur dabei? In welchem Zusammenhang stehen die verschiedenen Aspekte der sportlichen Betätigung von Migrantinnen und von Frauen mit Migrationshintergrund? Was bedeuten Migrantinnen für die Sportvereine? Wie erreichen die Sportvereine Migrantinnen? Und schließlich: Was verstehen wir eigentlich unter „Integration?“
Mit diesen und anderen Fragen setzte sich das Netzwerkprojekt auseinander. Die Projektdokumentation zeigt unterschiedliche Ansätze, wie wir die Themen „Integration“, „Mädchen und Frauen“, „Gesundheit“ und „Bewegung und Sport“ bearbeitet haben. Sie sollte Einblicke geben, auf welchen Wegen Migrantinnen für das Thema " Bewegung und Gesundheit" erreicht werden können. In Good-Practice-Beispielen unserer Projektpartner stellen wir besonders gelungene Ergebnisse der Vereinsarbeit vor Ort vor. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Gesundheit. Unter der Leitung des DOSB arbeiteten der Deutsche Ju-Jutsu-Verband, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Deutsche Turner-Bund, der Landessportverband Baden- Württemberg und die Sportjugend des Landessportbundes Berlin in einem Netzwerk zusammen. Aufgabe der Verbände war es in Kooperation mit kommunalen Partnern neue Zugänge zu den Lebenswelten der Migrantinnen zu schaffen und mit Hilfe des Sports Ihnen neue Wege in der Freizeitgestaltung, sowie Organisation aufzuzeigen. Es wurden Bundesweit 21 verschiedene Teilprojekte mit 70 kombinierten Angeboten umgesetzt.
Nach einer 2,5 Jahre dauernden Projektphase lässt sich für die weitere Arbeit des DOSB festhalten, das viele Migrantinnen für Bewegung und gemeinsames Sporttreiben im Verein gewonnen werden konnten und starke Netzwerke, zum Beispiel zu Schulen, Frauenbüros oder Wohlfahrtsverbänden, für eine weiterführende integrative Arbeit aufgebaut werden konnte. DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers zog ein allgemeines Fazit: "Alle Beteiligten haben sich geöffnet und voneinander gelernt."





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