Evaluation
Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler der Universität Potsdam haben im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Gesamtbericht zur Evaluation des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ vorgelegt. Zwischen 2007 und 2009 untersuchte das Team der Humanwissenschaftlichen Fakultät um die Projektleiter Prof. Dr. Jürgen Baur und Prof. Dr. Ulrike Burrmann Integrationspotenziale des Sports.
Methode:
Die Erhebung umfasste eine standardisierte schriftliche Befragung von Ansprechpartnern/innen, Übungsleitern/innen in den Stützpunktvereinen des Programms. Darüber hinaus wurden ausführliche mündliche Interviews mit sämtlichen Landeskoordinatoren/innen der Bundesländer auf der Grundlage eines einheitlichen Interview-Leitfadens durchgeführt.
Ergebnisse:
Die Evaluationsergebnisse würdigen die flächendeckende Reichweite und inhaltliche Breite des Programms und zeichnen eine außerordentlich positive Bilanz der sportbezogenen Integrationsarbeit in den Sportvereinen und -organisationen. Insgesamt beteiligten sich rund 38.000 Teilnehmer an knapp 2.000 integrativen Sportgruppen. 55 Prozent von ihnen hatten einen Migrationshintergrund. In fast 90 Prozent der Sportgruppen treiben Einheimische und Zuwanderer gemeinsam Sport. Betreut wurden sie von rund 1.200 Übungsleitern, die selbst zu nahezu 50 Prozent einen Migrationshintergrund haben.
Konsequenzen:
Die vom Evaluationsteam aufgezeigten Konsequenzen und der Handlungsbedarf wurden in eine gemeinsame von DOSB, BMI und BAMF entwickelte Strategie zur Weiterentwicklung des Programms aufgenommen. Die Programmverantwortlichen der Länder waren intensiv in den Weiterentwicklungsprozess eingebunden, den die Führungs-Akademie des DOSB begleitet hat. Die Ergebnisse sind in der novellierten Programmkonzeption zusammengefasst.
>>> Eine Zusammenfassung der Evaluationsergebnisse und deren Konsequenzen sowie den vollständigen Abschlussbericht erhalten Sie in unserem Download Center.




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